Für viele Patienten ist über lange Zeit oder im gesamten Leben keine Behandlung notwendig. Bei ihnen, aber auch bei Patienten, die in langen Zeitabständen wiederkehrender Therapien bedürfen, ist meist eine sehr gute Lebensqualität mit normalem Familien- und Berufsleben sowie den üblichen Hobbys und Freizeitaktivitäten möglich. Allerdings erfordert die Gewöhnung an eine unheilbare, aber mit langer Lebenszeit und guter Lebensqualität verbundene Erkrankung eine seelische Anpassung an das Wissen um das Vorhandensein einer Leukämieerkrankung. Grundsätzlich sollten die Patienten, die ansonsten keine Einschränkungen haben, Reisen in tropische Gebiete auf Grund allenfalls erhöhter Infektionsgefahr meiden. Es dürfen keine Immunisierungen mit Lebendimpfstoffen durchgeführt werden. In jedem Falle sollte vor Reisen mit dem behandelnden Hämatologen oder Onkologen gesprochen werden. Auf den Genuss von nicht pasteurisierten Milchprodukten sollte wegen der erhöhten Gefahr von Listerioseinfektionen ebenso verzichtet werden, wie auf exzessive Sonnenbestrahlung (Gefahr der Gürtelrose erhöht). Auf Grund der leicht erhöhten Rate an anderen Tumorerkrankungen, sollten die üblichen Krebsvorsorgeuntersuchungen eingehalten werden und auch Hautveränderungen sollte man Aufmerksamkeit schenken.