Die Diagnose ALL geht zunächst mit schwerwiegenden Veränderungen im Alltagsleben einher. Die Patienten sind wochen- und monatelang in stationärer Behandlung, was vor allem auch Veränderungen im familiären und beruflichen Umfeld nach sich zieht. In der Phase der zu Hause durchgeführten Therapie ist mit Infektionsneigung zu rechnen. Speziell bei kindlichen Patienten umfasst die Betreuung nicht nur die ALL Patienten selbst, sondern auch deren Familien und das Umfeld. Auch bei erwachsenen Patienten wird in den betreuenden Zentren eine entsprechende Beratung für diese Umstellungen geboten. Da das Hauptziel der Behandlung Heilung ist, richtet sich das Augenmerk natürlich auch auf die Rückführung der Patienten in das Alltagsleben nach Ende der Behandlung. Auch hierfür gibt es an den Zentren entsprechende Beratung. Die Bindung zwischen Behandlern und Patienten ist bei dieser Erkrankung besonders stark, da die Patienten lange Zeit im Spital verbringen. Die Therapeuten sind auch dementsprechend geschult.