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Krebs im Allgemeinen

Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg

„Krebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten mit gemeinsamen Merkmalen: Ursprünglich normale Zellen des menschlichen Körpers vermehren sich unkontrolliert, wachsen in gesundes Gewebe ein und schädigen es. Sie werden zu Krebszellen." sagt Univ. Prof. Dr. Samonigg.

Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg

Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz
Klinische Abteilung für Onkologie - Universitätsklinik für Innere Medizin

Auenbrugger Platz 15
8036 Graz
Steiermark

+43-316-38513115
+43-316-38514167
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Öffnunszeiten: Montag bis Freitag 08.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 15.30 Uhr (Termintelefon ausschließlich von 08.00-10.00 Uhr)

Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

Was ist Krebs?

Krebs ist eine seit alters her bekannte Krankheit. Krebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten mit gemeinsamen Merkmalen:
Ursprünglich normale Zellen des menschlichen Körpers vermehren sich unkontrolliert, wachsen in gesundes Gewebe ein und schädigen es. Sie werden zu Krebszellen. Krebszellen können sich von ihrem Entstehungsort lösen und an anderen Stellen im Körper Tochtergeschwülste (sogenannte Metastasen) bilden. Andere Bezeichnungen für Krebs sind: Neoplasie, bösartiger Tumor, maligner Tumor, Karzinom oder Malignom. Bei den meisten Krebsarten bilden die Krebszellen eine Geschwulst, auch Tumor genannt.

Wie entsteht Krebs?

Krebszellen entstehen, wenn sich bestimmte Abschnitte der Erbsubstanz (Gene) verändern und diese Veränderungen nicht mehr repariert werden können. Die Erbinformation wird dadurch verfälscht und je älter der Mensch wird, desto schlechter funktioniert das Reparatursystem für Gene. Dies ist auch der Grund warum das mittlere Erkrankungsalter für Männer und Frauen heute bei knapp 70 Jahren liegt. Viel seltener gibt es Krebsarten die insbesondere jüngere Erwachsene treffen, wie zum Beispiel der Hodenkrebs.

Was ist die Ursache von Krebserkrankungen?

Obwohl bei den meisten Krebskranken nach wie vor die Ursache im Einzelfall nicht eindeutig geklärt werden kann, gibt es Faktoren, die das Risiko für die Entstehung von Krebs erhöhen. Dazu gehören UV-Strahlen, Tabakrauch, Chemikalien, chronische Infektionen, erhöhter Alkoholkonsum, ungesunde Lebensweise mit wenig Obst, Gemüse und wenig Bewegung. In cirka 5-10% der Fälle geht man heute davon aus, dass die Krebsentstehung erblich bedingt ist. In den betroffenen Familien tritt der Krebs in jeder Generation und häufig schon in jungen Jahren auf.

Warum macht Krebs krank?

Eine Krebsgeschwulst zerstört das Organ, aus dem sie entstanden ist. Dies kann zu Beschwerden, z. B. Schmerzen, führen. Die gefährlichste Eigenschaft von Krebszellen besteht jedoch darin, in benachbarte Gewebe einzudringen, sich im gesamten Körper auszubreiten und an entfernten Stellen sogenannte Tochtergeschwülste (Metastasen) zu bilden. Damit schädigen Krebszellen mit der Zeit lebenswichtige Strukturen und Funktionen des menschlichen Organismus. Der betroffene Mensch wird krank und kann auch sterben.

Wie häufig sind Krebserkrankungen?

Weltweit erkranken derzeit mehr als elf Millionen Menschen pro Jahr neu an Krebs. Knapp acht Millionen Menschen pro Jahr versterben daran. Damit ist Krebs weltweit nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Da auch in den nächsten Jahrzehnten davon auszugehen ist, dass Menschen weltweit älter werden, gehen Experten davon aus, dass in 20 Jahren ca. 15 Millionen Menschen jährlich an Krebs erkranken werden.

Frauen erkranken am häufigsten an Brust-, Lungen-, Magen- und Darmkrebs. Bei Männern treten am häufigsten Lungen-, Magen-, Leber-, Darm-, Speiseröhren- und Prostatakrebserkrankungen auf. Tabakrauch ist der größte Risikofaktor, der zu Krebs führt.

Über 70% der Menschen, die im Jahr 2007 an Krebs weltweit starben, lebten in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen.
In Österreich erkranken derzeit insgesamt 35 000 Menschen pro Jahr an Krebs; davon sind 46% Frauen und 54% Männer. Die prozentuelle Verteilung der einzelnen Krebsarten entspricht weitestgehend der in der westlichen Welt.



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