Die Behinderung beim Sprechen oder Essen ist eine elementare Einschränkung, die HNO-Tumorpatienten nach einer Behandlung, sei sie chirurgisch oder durch Strahlenchemotherapie verursacht, betrifft. Wir wollen nicht nur eine möglichst hohe Überlebensrate mit Tumorfreiheit, sondern auch eine hohe Lebensqualität für unsere Patienten erreichen. Auch nach einer erfolgreichen Therapie können Schluckstörung, Aspiration, Ernährungsstörungen sowie chronische Schmerzen eine beträchtliche Gefahr oder zumindest eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität mit sich bringen. Daher ist nach der Tumortherapie eine umfassende interdisziplinär ausgerichtete Rehabilitation erforderlich, um dem Patienten den Alltag zu erleichtern. Logopädie, Physiotherapie und Ernährungsberatung sind wichtige Maßnahmen für die betroffenen Patienten.
Die Sprache kann durch Logopädie, bzw. durch weitere gezielte chirurgische Eingriffe verbessert werden. Muss der gesamte Kehlkopf entfernt werden, erfolgt die Atmung über ein Tracheostoma – eine Stimmbildung im herkömmlichen Sinn ist nicht mehr möglich. In diesem Fall kann einerseits die Speiseröhre als Luftreservoir zur Stimmbildung dienen, andererseits ist durch chirurgische Maßnahmen eine Verbesserung bei der Stimmbildung möglich (z.B. Stimmprothesen).