Die Untersuchung der Haut wird primär mit bloßem Auge durchgeführt. Verdächtige Hautveränderungen werden mit einer speziellen Lupe (Auflichtmikroskop) beurteilt. Vermutet Ihr Arzt Hautkrebs, wird unter Umständen eine Gewebeprobe (Biopsie) unter örtlicher Betäubung entnommen um die Diagnose im histologischen Labor zu bestätigen. Bei melanomverdächtigen Hautveränderungen wird das gesamte Gewebe ohne vorgängige Biopsie operativ entfernt. Je nach Befund sind weitere Untersuchungen notwendig. Diese können die klinische Untersuchung der ableitenden Lymphwege, Laboruntersuchungen, Sonographie der Lymphknoten und des Bauchraumes sowie Röntgen der Lunge umfassen.
Die operative vollständige Entfernung mit histologischer Absicherung stellt das Standardvorgehen in der Behandlung von Basaliomen und Spinaliomen dar. In Einzelfällen kann einer nicht-operativen Behandlung der Vorzug gegeben werde. Diese können lokale Strahlentherapie, Kryotherapie (Kältebehandlung), photodynamische Therapie (Lichtbehandlung in Kombination mit einer lichtempfindlichen Substanz), lokale immunologische Therapie (Imiquimod) und lokale Chemotherapie (5-Fluorouracil) umfassen. Das Melanom wird in jedem Fall operativ entfernt und mikroskopisch untersucht. Sind bereits Lymphknoten von Tumorzellen befallen, sollten die nahegelegenen Lymphknoten vollständig entfernt werden. Je nach Befund kann eine anschließende Immuntherapie notwendig sein. Haben sich bereits Tochtergeschwülste in anderen Organen gebildet können Strahlentherapie, Immuntherapie und Chemotherapie angewendet werden.
Basaliome treten trotz operativer Entfernung in 30% erneut auf. Regelmäßige klinische Nachkontrollen sind zumindest für insgesamt 3 Jahre notwendig. Spinaliome mit niedrigem Metastasierungsrisiko sollten halbjährlich bis zum 5. postoperativen Jahr nachkontrolliert werden. Spinaliome mit hohem Metastasierungsrisiko sollten in den ersten zwei Jahren alle drei Monate inklusive klinischer Untersuchung, gegebenenfalls mit Sonographie der regionären Lymphknoten und anschließend halbjährlich nachbeobachtet werden. Umfang und Frequenz der Nachsorgeuntersuchungen bei Melanomen orientieren sich an den initialen Tumormerkmalen bzw. dem Tumorstadium. Die Nachsorge ist in den ersten 5 postoperativen Jahren intensiv zu gestalten. Tochtergeschwülste nach 5 Jahren sind jedoch nicht ungewöhnlich, so dass generell eine Nachsorge über zumindest 10 Jahren empfohlen wird.