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Hauptinhalte

Hautkrebs

Assoz.-Prof. PD. Dr. Armin Gerger

Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz
Klinische Abteilung für Onkologie - Universitätsklinik für Innere Medizin

Auenbrugger Platz 15
8036 Graz
Steiermark

+43-316-38513115
+43-316-38514167
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www.onkologie-graz.at
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Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 15.30 Uhr (Termintelefon ausschließlich von 08.00-10.00 Uhr)

„Hautkrebs ist ein Oberbegriff für sämtliche bösartige Veränderungen der Haut. Je nachdem, welche Hautschicht von unkontrolliertem Zellwachstum betroffen ist, entsteht eine bestimmte Krebsart", sagt Priv.-Doz. Dr. Gerger.

Diagnose, Behandlung & Nachsorge

Diagnose

Die Untersuchung der Haut wird primär mit bloßem Auge durchgeführt. Verdächtige Hautveränderungen werden mit einer speziellen Lupe (Auflichtmikroskop) beurteilt. Vermutet Ihr Arzt Hautkrebs, wird unter Umständen eine Gewebeprobe (Biopsie) unter örtlicher Betäubung entnommen, um die Diagnose im histologischen Labor zu bestätigen. Bei melanomverdächtigen Hautveränderungen wird das gesamte Gewebe ohne vorgängige Biopsie operativ entfernt. Je nach Befund sind weitere Untersuchungen notwendig. Diese können die klinische Untersuchung der ableitenden Lymphwege, Laboruntersuchungen, Sonographie der Lymphknoten und des Bauchraumes sowie Röntgen der Lunge umfassen.    

Behandlungsmöglichkeiten

Die operative vollständige Entfernung mit histologischer Absicherung stellt das Standardvorgehen in der Behandlung von Basaliomen und Spinaliomen dar. In Einzelfällen kann einer nicht-operativen Behandlung der Vorzug gegeben werde. Diese können lokale Strahlentherapie, Kryotherapie (Kältebehandlung), photodynamische Therapie (Lichtbehandlung in Kombination mit einer lichtempfindlichen Substanz), lokale immunologische Therapie (Imiquimod) und  lokale Chemotherapie (5-Fluorouracil) umfassen. Das Melanom wird in jedem Fall operativ entfernt und mikroskopisch untersucht. Sind bereits Lymphknoten von Tumorzellen befallen, sollten die nahegelegenen Lymphknoten vollständig entfernt werden. Je nach Befund kann eine anschließende Immuntherapie notwendig sein. Haben sich bereits Tochtergeschwülste in anderen Organen gebildet können Strahlentherapie, Immuntherapie und Chemotherapie angewendet werden.      

Nachsorge

Basaliome treten trotz operativer Entfernung in 30 % erneut auf. Regelmäßige klinische Nachkontrollen sind zumindest für insgesamt drei Jahre notwendig. Spinaliome mit niedrigem Metastasierungsrisiko sollten halbjährlich bis zum fünften postoperativen Jahr nachkontrolliert werden. Spinaliome mit hohem Metastasierungsrisiko sollten in den ersten zwei Jahren alle drei Monate inklusive klinischer Untersuchung, gegebenenfalls mit Sonographie der regionären Lymphknoten und anschließend halbjährlich nachbeobachtet werden. Umfang und Frequenz der Nachsorgeuntersuchungen bei Melanomen orientieren sich an den initialen Tumormerkmalen bzw. dem Tumorstadium. Die Nachsorge ist in den ersten fünf postoperativen Jahren intensiv zu gestalten. Tochtergeschwülste nach fünf Jahren sind jedoch nicht ungewöhnlich, so dass generell eine Nachsorge über zumindest zehn Jahre empfohlen wird.