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Harnblasenkrebs

Univ.-Doz. Dr. Maria De Santis

„Harnblasenkrebs (Harnblasenkarzinom) kann in zwei Formen auftreten: entweder oberflächlich, also nicht-muskelinvasiv oder muskelinvasiv. Aktives und passives Rauchen gelten als die hauptsächlichen Risikofaktoren für das Übergangszellkarzinom der Harnblase", sagt Dr. De Santis.

Univ.-Doz. Dr. Maria De Santis

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Harnblasenkrebs im Überblick

Was ist Harnblasenkrebs?

Die Harnblase ist ein Hohlorgan im Unterbauch, in dem der Harn vor der Entleerung gespeichert wird. Sie ist mit mehreren Schichten von so genannten Übergangszellen ausgekleidet. 90% der Fälle von Harnblasenkrebs sind Übergangszellkarzinome, benannt nach dem Zelltyp, aus dem sie entstehen.

Ein Tumor, der auf die innere Auskleidung der Harnblase beschränkt ist, wird "oberflächlicher" oder „nicht-muskelinvasiver“ Harnblasenkrebs (Harnblasentumor oder auch Harnblasenkarzinom) genannt. Breitet sich der Tumor weiter in die Tiefe aus und wächst in die Muskelwand ein oder gar durch sie hindurch, wird er als "muskelinvasiver" Harnblasenkrebs bezeichnet. Dieser invasive und aggressiv wachsende Tumor kann sich auch weiter durch die Blasenwand hindurch in benachbarte Organe, über Lymph- und Blutbahnen in Lymphknoten oder entfernte Organe ausbreiten. Solche Absiedelungen werden Metastasen genannt und haben dieselben krankhaften Eigenschaften wie der ursprüngliche, in der Harnblase entstandene Krebs.

Epidemiologische Zahlen

In Europa wurden im Jahr 2006 etwa 104.400 Fälle von Harnblasenkrebs (bei 82.800 Männern und 21.600 Frauen) diagnostiziert, das sind 6,6% aller Tumore von Männern und 2,1% derer von Frauen. Somit hat sich die Häufigkeit der Diagnose (Inzidenz) dieses Tumors in den letzten fünf Jahren nicht verändert.

Etwa 30% der Harnblasenkarzinome sind bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung muskelinvasiv. Je nach Ausprägung des Tumors (pathologisches Stadium) in der Harnblase und Befall der Lymphknoten kehrt bei der Hälfte der Patienten – trotz optimaler Versorgung und Operation – der Tumor zurück, in 30% der Fälle wieder im Unterbauch (Lokalrezidiv im kleinen Becken), in den meisten Fällen jedoch werden Fernmetastasen diagnostiziert. 10-15% der Patienten sind bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung metastasiert.

Vorsorge

Die wichtigste Vorsorgemaßnahme gegen Harnblasenkrebs ist die Vermeidung von Zigarettenkonsum und des Mitrauchens. Aktives und passives Rauchen gelten als die hauptsächlichen Risikofaktoren für das Übergangszellkarzinom der Harnblase.

Früherkennung / Symptome

Häufige Symptome von Harnblasenkrebs sind:

  • Blut im Urin (hellrostrote bis dunkelrote Färbung)
  • Schmerzen beim Urinieren (Wasserlassen)
  • Harndrang oder häufiges Wasserlassen

Diese Symptome sind jedoch keine sicheren Zeichen für einen Harnblasenkrebs. Sie können auch andere Gründe haben (z.B. Infektionen, gutartige Tumore, Blasensteine). Die genaue Diagnose kann nur der Arzt, in diesem Fall der Urologe, stellen. Eine bösartige Erkrankung der Harnblase (Harnblasenkrebs) sollte so früh wie möglich diagnostiziert und behandelt werden. Fortgeschrittene Harnblasenkarzinome können mit Schmerzen im Unterbauch, einer tastbaren Masse im Bauchraum, Lymphknotenvergrößerung, Lymph- oder Venenstauung oder Knochenschmerzen einhergehen.



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