Nach erfolgreicher Darmkrebsoperation sollte das Leben normal weitergehen, zudem heute bei mehr als 90% aller Patienten Schließmuskel-erhaltende Eingriffe realisiert werden können. Die Stuhlgewohnheiten normalisieren sich nach einer gewissen Anpassungsphase; vorrübergehende Durchfälle oder anfänglich häufigere Stuhlfrequenzen sollten großzügig symptomatisch-medikamentös behandelt werden, manchmal kann auch ein Gespräch mit einer Diätassistentin hilfreich sein. Im Falle eines vorrübergehenden oder doch dauerhaften Stomas (künstlicher Darmausgang) werden Sie noch vor Ihrer Entlassung von der Chirurgischen Abteilung ausführlich beraten, ein Kontakt mit der Patienten-Selbsthilfegruppe ILCO (www.ilco.at) sollte unabhängig davon erwogen werden.
Versuchen Sie bei den Tumornachsorgekontrollen positiv zu denken, diese sollen Ihre Genesung bestätigen. Umso mehr Zeit vergeht, umso sicherer darf man sich fühlen. Wie Studien gezeigt haben, kann man das Rezidivrisiko auch nach erfolgter Darmkrebsoperation durch eine gesunde Lebensweise und Optimierung der Ernährungsgewohnheiten aktiv verringern.