Es handelt sich um einen der weltweit am häufigsten auftretenden bösartigen Tumoren, dessen Ausgangspunkt die Dickdarmschleimhaut darstellt.
Wie Darmkrebs entsteht, ist noch immer nicht hinreichend geklärt. Wir wissen jedoch, dass rund 10% aller Tumoren familiär, d. h. auf Basis einer genetischen Veranlagung auftreten. Die übrigen 90% der Tumoren entstehen sporadisch (d.h. ohne genetische Veranlagung) und zwar nicht in der gesunden Dickdarmschleimhaut, sondern meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren über Dickdarmpolypen (Adenom-Karzinom-Sequenz). Folgenden Faktoren werden dafür als prädisponierend (wegbereitend) erachtet:
Ein konkret erhöhtes Risiko für die Entstehung von Dickdarmkrebs besteht bei:
Darmkrebs zählt weltweit zu den häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen! Die Anzahl der jährlichen Neuerekrankungen beträgt alleine in Europa 376.400. Dies entspricht 13% aller Krebserkrankungen. 203.700 Menschen sterben daran. Das Lebenszeitrisiko an Dickdarmkrebs zu erkranken, beträgt in den westlichen Industrienationen, so auch in Österreich, rund 6% und die Wahrscheinlichkeit an diesem Tumor zu sterben 2,5-3%. Frauen und Männer sind davon gleichermaßen betroffen. Das Erkrankungsrisiko steigt signifikant ab dem 45.Lebensjahr; 70% aller Fälle werden im Alter zwischen 50 und 80 Jahren diagnostiziert. Diese Zahlen sollten insoferne zu denken geben, da Darmkrebs – im Gegensatz zu Lungenkrebs - durch Früherkennung fast vollständig verhindert bzw. geheilt werden kann.
Durch Optimierung der Lebensweise inklusive Ernährungsgewohnheiten kann man aktiv etwas gegen die Entstehung von zahlreichen Erkrankungen, so auch von Darmkrebs tun. Konkret kann das Erkrankungsrisiko durch folgende Maßnahmen erheblich reduziert werden:
Es gibt Hinweise, dass durch langfristige, regelmäßige Einnahme von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (Aspirin), bestimmte Entzündungshemmer (Cox-2 Inhibitoren), und Folsäureergänzungen (> 400 mcg/Tag) die Häufigkeit des sporadischen Dickdarmkarzinoms gesenkt werden kann. Eine generelle Empfehlung kann aufgrund der heutigen Datenlage (u.a. aufgrund von möglichen Nebenwirkungen) dennoch nicht gegeben werden.
Mit Hilfe regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen kann die Erkrankung frühzeitig mit besseren Heilungschancen erkannt werden. Eine wichtige Aufgabe der Vorsorge ist es auch, die Vorstufen von Darmkrebs (Darmpolypen) zu entdecken, denn durch deren Abtragung kann die Krebsentstehung letztlich verhindert werden. Konkret werden (1) jährliche Stuhluntersuchungen auf okkultes (nicht sichtbares) Blut und (2) eine Darmspiegelung (Kolonoskopie) ab dem 50. Lebensjahr (alle fünf bis sieben Jahre) empfohlen. Eine virtuelle Darmspiegelung (CT-Colographie) oder eine röntgenologische Kontrastmitteldarstellung des Darmes (Irrigoskopie) kann diese Untersuchung ersetzen, falls eine Darmspiegelung abgelehnt wird oder technisch bedingt nur unvollständig möglich war. Vorsorge und Früherkennung spielen insbesondere bei Menschen mit einem erhöhten Risiko (familiäres Risiko, chronisch entzündliche Darmerkrankungen) eine Rolle, wobei entsprechende Vorsorgeuntersuchungen schon im jüngeren Lebensalter empfohlen werden.
Dickdarmkrebs besteht meist sehr lange ohne jegliche Beschwerden zu verursachen. Zu den meist uncharakteristischen Frühsymptomen zählen: