Ziel der Behandlung von Brustkrebs ist es, der betroffenen Patientin wieder ein vollkommen normales Leben zu ermöglichen. Eine Einschränkung der Lebensqualität ist dabei meist nur während der eigentlichen Behandlung zu befürchten. Sofern keine Chemotherapie empfohlen wird, steht die lokale Behandlung im Vordergrund. Falls Lymphknoten der Achsel entfernt werden mussten, kann als Folge der Operation ein Lymphödem auftreten, das mit Maßnahmen aus dem Bereich der physikalischen Medizin - Massage, Turnübungen und Kompressionsstrümpfe - behandelt wird. Strahlentherapie löst oft Hautreaktionen aus, die mit einem Sonnenbrand verglichen werden können. Eine antihormonelle Therapie kann durch Hitzewallungen oder Gelenksschmerzen zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen. Auch ist eine Abnahme der Knochenfestigkeit (Osteopenie und Osteoporose) möglich. Gerade bei jüngeren Frauen kann es durch die Hormonblockade zu einer Trockenheit der Scheide oder zu einer Abnahme sexueller Bedürfnisse kommt.
Nebenwirkungen der Chemotherapie sind von den jeweiligen Substanzen abhängig, die meisten Brustkrebsmedikamente führen jedoch zu vorübergehenden Haarausfall. Wie schon erwähnt, steht Übelkeit heute nicht mehr im Vordergrund der Beschwerden; seltenere Nebenwirkungen reichen jedoch von Entzündungen der Mundschleimhaut, über Durchfälle bis hin zu einem erhöhten Risiko für Infektionen. All diese Nebenwirkungen sind behandelbar, und erreichen in den seltensten Fällen ein bedrohliches Ausmaß. Jüngere Frauen können durch eine Chemotherapie-bedingte Schädigung der Eierstöcke vorzeitig in den Wechsel kommen. Über die entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten all dieser Probleme informiert sie Ihr betreuendes Team an Spezialisten.