CT, MRT sind unverzichtbare bildgebende Methoden bei Verdacht auf einen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Sie ermöglichen Beurteilung von Größe und Ausdehnung des Tumors und zeigen an ob eine Streuung in andere Organe wie z.B. die Leber vorliegt.
ERCP: Die endoskopische retrograde Cholangio-Pankreatographie stellt ein Verfahren mit diagnostischer und therapeutischer Relevanz dar. Ein dünner biegsamer Schlauch wird über Speiseröhre, Magen bis in den Zwölfingerdarm eingeführt. Über dieses Endoskop können die Gallenwege mittels Röntgenkontrastmittel dargestellt werden. Bei verschlossenen Gallengänge kann durch Legen einer Schiene der Gallefluß wieder gewährleistet werden. Im Rahmen dieser Untersuchung kann eine Probe aus dem Tumor gewonnen werden.
Feinnadelbiopsie: Wird ein Tumor als nicht operabel eingestuft ist eine Gewebeuntersuchung erforderlich. Mit einer feinen Hohlnadel wird eine winzige Probe entnommen.
Manchmal kann eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) erforderlich sein, um die lokale Tumorausbreitung beurteilen zu können.
Die komplette Entfernung des Tumors stellt die einzige Chance auf Heilung dar. Allerdings ist eine Operation mit dieser Zielsetzung bei maximal 20% der Patienten möglich.
Je nach Lage des Tumors müssen die Milz sowie Teile des Magens und des Darmes mitentfernt werden. Es kann auch notwendig sein, Gefäßabschnitte durch Kunststoffprothesen zu ersetzen.
Nach erfolgreicher Entfernung des Tumors kann durch eine vorbeugende Chemotherapie über sechs Monate die Prognose weiter verbessert werden. Diese Behandlung wird in Abhängigkeit von bestimmten Eigenschaften des Tumors u.a. Größe und Lymphknotenbefall empfohlen.
Ist der Tumor aufgrund der Ausbreitung in benachbarte Organe nicht operabel oder aber liegen Metastasen z.B. in der Leber vor, werden palliative Chemotherapie und in einzelnen Fällen Bestrahlungen eingesetzt. Zu den wirksamsten Substanzen zählen Gemcitabine und Fluorouracil.
Häufig leiden Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung an Verdauungsproblemen, Gewichtsverlust und Schmerzen. Adäquate Schmerztherapie, Optimierung der Ernährung und psycholgoische Betreuung sind Eckpfeiler der symptomorientierten Behandlung.
In regelmäßigen Intervallen bzw. bei Beschwerden werden klinische Kontrollen und bildgebende Tests (wie z.B. MRT, CT) empfohlen. Falls Metastasen auftreten, können diese möglichst früh in erster mit Linie Chemotherapie behandelt werden.