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Psychoonkologie

Dr. Elisabeth Andritsch

 „Das Angebot psychoonkologischer (psychosozialer) Betreuung muss integraler Bestandteil einer modernen medizinischen Behandlung für unsere Patientinnen und Patienten mit einer Krebserkrankung sein!“, sagt Elisabeth Andritsch

Dr. Elisabeth Andritsch

Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz
Psycho-Onkologie - Klinische Abteilung für Onkologie - Universitätsklinik für Innere Medizin

Auenbrugger Platz 15
8036 Graz
Steiermark

+43-316-3850
E-Mail senden

www.onkologie-graz.at
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Psychoonkologie

„Der Krebs hat mich zunächst in ein tiefes Loch gestürzt. Allmählich lernte ich wieder den Boden unter meinen Füßen wahrzunehmen, was zwischendurch mit Anstrengungen verbunden war. Heute ist der Grund wofür ich leben will gefestigter denn je und es lohnt sich die unterschiedlichen Facetten meines Daseins wahrzunehmen und zuzulassen. Mein Leben ist jetzt anders – mitunter mit mehr Lebensfreude und Genuss als je zuvor.“  (Pat. S.)

Obwohl die Fortschritte in der medizinischen Onkologie, Chirurgie und Radiologie nicht nur die Heilungschancen erhöhen und die Lebensqualität deutlich verbessert haben, und Krebs auch mehr und mehr als eine  chronische Erkrankung betrachtet werden kann, stellt eine Krebserkrankung für jeden betroffenen Menschen, sowie auch für seine wichtigen Bezugspersonen zunächst eine außergewöhnlich belastende Lebenssituation dar. Eine oftmals massiv erlebte Veränderung im Lebensplan bringt ein breites Spektrum von Emotionen mit sich: vom normalen Erleben von Verletzbarkeit, Traurigkeit und Befürchtungen bis hin zu ernsthaften Problemen wie Depression, Ängstlichkeit, Panik, sozialer Isolation und spirituellen Krisen.
Aus zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass 35-45 % der Patientinnen und Patienten nicht nur am Anfang sondern im Verlauf der Behandlung aber auch in der Nachsorge im hohen Maße  gestresst sind.

Die Patientin, der Patient aber auch die Familie sind mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert; vieles ist fremd und ungewohnt, wie die Einverständniserklärung zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, seien es bereits etablierte, experimentelle oder in der Erprobung befindliche Therapien. Neben den körperlichen Beeinträchtigungen  kann es auch zu Angst, die Familie zu sehr zu belasten (z.B. „wie sage ich es meinen Kindern?“),  sowie zu vermehrten Anstrengungen durch Veränderung der täglichen Routine und Belastungen durch mögliche finanzielle Einbußen kommen. Auch die Behandlung und deren eventuell auftretenden Nebenwirkungen können Ängste, Unsicherheiten hervorrufen oder verstärken, bzw. die Lebensqualität beeinträchtigen. Die Rolle in der Familie, im sozialen Umfeld muss immer wieder neu definiert werden.
Für die Bewältigung spielt für die Betroffenen unabhängig vom Stadium der Erkrankung die Hoffnung auf Genesung, der Lebenswille eine wichtige Rolle.



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