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Hauptinhalte

Personalisierte Krebsmedizin

Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl

„Krebserkrankungen sind so verschieden wie die Menschen, die davon betroffen sind. Moderne Diagnoseverfahren ermöglichen heute die Erkennung individueller Merkmale von Krebs. Dies ist die Basis für die Entwicklung neuer Krebsmedikamente und Behandlungsmethoden. Ziel der personalisierten Krebsmedizin ist eine für jeden Patienten optimal wirksame und gleichzeitig wenig belastende Krebstherapie.“ sagt Univ. Prof. Gastl

Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl

Universitätsklinik für Innere Medizin V - Hämatologie und Onkologie - Medizinische Universität Innsbruck
Normal- und Sonderstation (Hämatologie III)

Anichstraße 35
6020 Innsbruck
Tirol

+43-512-50426310
+43-512-50426312

www.haematologie-onkologie.at
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Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

Hintergrund

Krebs ist eine individuelle Erkrankung

Krebs beruht auf genetischen Veränderungen im Zellkern von Körperzellen die schließlich zur Umwandlung einer gesunden Zelle in eine bösartige Krebszelle führen. Unkontrolliertes Wachstum von Krebszellen mit Knotenbildungen und Absiedelung von Tochterzellen (Metastasen) in verschiedenen Körperorganen kennzeichnen eine Krebserkrankung im fortgeschrittenen Stadium. Obwohl sich bei Patienten Krebserkrankungen, die sich aus bestimmten Körperorganen entwickeln wie z.B. Brustkrebs oder Prostatakrebs, untereinander ähneln, zeigt jede Krebserkrankung auch besondere individuelle Merkmale. Jeder Krebspatient leidet daher an „seinem“ individuellen Krebs, der auch eine maßgeschneiderte Behandlung erfordert.

Genomforschung fördert personalisierte Krebsmedizin

Die fundamentalen Errungenschaften der modernen Genomforschung, die technischen Fortschritte auf dem Gebiet der Molekularbiologie und Biochemie, verbesserte Diagnosemethoden und die neuen Techniken der Medikamentenentwicklung gegen Krebszellen ermöglichen die Entwicklung einer maßgeschneiderten, personalisierten Krebsbehandlung. Entscheidend ist dafür die Entdeckung von molekularen „Fehlschaltungen“ in Krebszellen, die durch geeignete Diagnoseverfahren entdeckt und durch Medikamente mit molekular gezielter Wirkung korrigiert werden können.

Biomarkerprofil ermöglicht individuelle Therapiewahl bei Krebs

Biomarker sind biologische Kennzeichen von Krebszellen, die Auskunft über den Tumortyp, dessen biologische Eigenschaften, das Ansprechen auf bestimmte Krebsmedikamente, das Rückfallsrisiko und die Überlebenschancen des betroffenen Patienten geben. Solche Biomarker können meist direkt auf den Tumorzellen, manchmal aber auch im Blut von Krebspatienten nachgewiesen werden und helfen dem behandelnden Arzt bei der Therapieentscheidung, bei der Auswahl von Medikamenten und bei der Beurteilung des Ansprechens auf eine Krebstherapie: z.B. entscheiden bei Brustkrebs verschiedene Biomarker wie Hormonrezeptoren oder HER2-Rezeptorgehalt über die optimale Auswahl oder Kombination von Hormon-, Chemo- und Biotherapie.

 



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