Unter klinischen Studien werden der Nutzen, die Wirksamkeit und die Sicherheit von Arzneimitteln, von neuen Medizinprodukten sowie neuen biomedizinischen Verfahren überprüft.
Bevor ein Medikament die Zulassung zum Verkauf in der Apotheke erhält, müssen die Hersteller des Medikaments jahrzehntelange Entwicklungsarbeit leisten und hohe Geldsummen in die Forschung und Entwicklung investieren.
Neue Medikamente (Wirkstoffe) werden grundsätzlich vorerst im Labor auf Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet. Die erfolgversprechendsten Substanzen, die keine Hinweise auf gefährliche Nebenwirkungen aufweisen, werden in der Folge in sogenannten klinischen Studien am Menschen weiter getestet.
Klinische Arzneimittelstudien werden von den Behörden streng überwacht und sind nach international anerkannten Richtlinien und wissenschaftlichen Kriterien durchzuführen. In Österreich, wie in allen europäischen Ländern, dürfen klinische Studien nur durchgeführt werden, wenn diese im Vorhinein sowohl von der zuständigen Ethikkommission sowie der zuständigen Behörde (in Österreich Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) genehmigt wurden. Die Teilnahme an klinischen Studien erfolgt ausschließlich freiwillig und nach schriftlicher Zustimmung des betroffenen Patienten. Klinische Arzneimittelstudien werden in verschiedene Phasen eingeteilt: